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Institut für Mathematik
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19 100. Kolloquium zur Didaktik der Mathematik
Insitut für Mathematik, Universität Potsdam

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir laden Sie sehr herzlich zum 100. Kolloquium der Didaktik der Mathematik an der Universität Potsdam ein.
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Thomas Jahnke

Zeit: Dienstag, der 14. Mai 2013, ab 15 Uhr
Ort: Universität Potsdam, Am Neuen Palais, Haus 8, Raum 0.59.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wir bitten um Voranmeldung an mathdidakt@uni-potsdam.de.

Programm
15:00 Uhr Prof. Dr. Volker Ladenthin (Bonner Zentrum für Lehrerbildung): Mathematik und Bildung
Die Mathematik repräsentiert einen wesentlichen Bereich unserer Kultur und hat sich zugleich, merkwürdigerweise, mit erheblichen Akzeptanzproblemen auseinanderzusetzen. Sie gilt als "schwierig", obwohl sie das Leben zu ordnen und zu vereinfachen verspricht. Sie gilt als "abstrakt", obwohl sie den Alltag bis in konkrete Details bestimmt. Sie gilt als unzugänglich, obwohl man kaum mehr als einen Stift und einen Zettel braucht, um sie zu betreiben. Sie gilt als "reinste" aller Wissenschaften, zugleich war (und ist) sie Kosmologie und Weltanschauung und im Zuge der Ökonomisierung der Politik und der Quantifizierung der Sozialwissenschaften hochpolitisch und für das Zusammenleben in der Gesellschaft "maß"-geblich. All diese Bilder der Mathematik sind vorhanden – aber wie kann man sie ordnen, gewichten und bewerten. Kurz: Welche Bedeutung hat die Mathematik heute für die Bildung des Menschen?
16:00 Uhr Kaffeepause
16:30 Uhr Prof. Dr. Peter Gallin (Zürich): Vom Sinn des Mathematikunterrichts
Fachleute in Mathematik haben häufig die Eigenart, dass sie gerne ihren Berufskollegen mathematische Probleme oder Rätsel stellen. Es gibt wohl keine andere Berufsgattung, wo das üblich ist. Es zeigt sich, dass besonders in der Mathematik die Eigentätigkeit eine ganz zentrale Rolle spielt. Nichts ist frevlerischer als den Kollegen gleich auch die Lösung zu verraten. Der Prozess des Bearbeitens einer Fragestellung ist das eigentliche Ziel, das persönlich Sinnstiftende in der Mathematik und weniger die Kenntnis von Ergebnissen. Soll diese Sinnhaftigkeit des Mathematiktreibens denn den Fachleuten allein vorbehalten sein? Wie kann man als Lehrerin oder Lehrer Sinn im Mathematikunterricht stiften, und zwar im Hier und Jetzt, ohne auf die Ferne berufliche Zukunft oder die Nützlichkeit der Mathematik zu verweisen? Kurz: Wie kann die kreative Eigentätigkeit im Mathematikunterricht initiiert und am Leben erhalten werden?
17:30 Uhr Gespräche bei einem Glas Wein


© Letzte Änderung: David Kollosche am 20.04.2005
http://www.math.uni-potsdam.de/prof/o_didaktik/d_Kolloquia